acut FAQ:

Häufig gestellte Fragen...

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Windows XP - Frage und Antwort

60620_1bFotolia_41644960_XSWas bedeutet es, dass Microsoft den Support einstellt?

Fotolia_41644962_XSAm 8. April 2014 hat Microsoft letztmalig Sicherheits-Updates für Windows XP geliefert. Weitere sind allenfalls für den Fall vorgesehen, dass diese Korrekturen ihrerseits eine Fehlerbehebung benötigen.

Danach versiegt die kostenlose Quelle. Wer dennoch Updates benötigt, kann Microsoft dafür bezahlen. Folgende Details sind dazu bekannt: Diese Art Support ist sehr teuer, auf zwei Jahre begrenzt und nur erhältlich, wenn der Kunde einen Plan zur Migration weg von XP vorlegt.

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Fotolia_41644960_XSWarum nehmen die Gefahren nach dem 8. April zu?

Fotolia_41644962_XSDie Sicherheits-Updates für neuere, weiter unterstützte Windows-Versionen, die monatlich erscheinen, könnten Hinweise auf Lücken auch in Windows XP enthalten. Dort schließt sie niemand mehr. Das heißt, die Anzahl der ausnutzbaren Lücken nimmt zu, die Angriffsfläche wird also immer größer.

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Fotolia_40171594_XSFotolia_41644960_XSWie kann ich eine XP-Installation schützen?

Fotolia_41644962_XSDer wichtigste Schritt ist es, den Datenaustausch mit dem Internet zu unterbinden: Ziehen Sie den Netzwerkstecker oder verfrachten Sie die Installation in ein eigenes Netz oder in eine virtuelle Maschine, die ohne Netzwerkkarte eingerichtet ist.

Wenn Sie partout Dokumente mit der Welt austauschen müssen, untersuchen Sie diese zunächst gründlich auf einem anderen, aktuellen System, das mit aktueller Sicherheitssoftware ausgestattet ist. Nutzen Sie einen ansonsten leeren USB-Stick für den Datenaustausch.

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Fotolia_41644960_XSWie kann ich am einfachsten auf ein modernes Windows umsteigen?

Fotolia_41644962_XSEin Upgrade, bei dem installierte Anwendungen und Daten erhalten bleiben, ist immer nur zu der nächstneueren Windows-Variante vorgesehen. Das heißt, Sie können von Windows XP auf Windows 8.1 nur über ein Upgrade auf Windows Vista, dann auf Windows 7, anschließend auf Windows 8 und schließlich 8.1 umsteigen. Der Umstieg von Windows XP auf Windows Vista hat jedoch nach unserer Erfahrung nicht funktioniert.

Sie können den Prozess, der eine Lizenz für alle unterwegs benutzten Windows-Versionen erfordert, abkürzen: Kostenlos erhältliche Programme wie Easy Transfer von Microsoft oder PC-Mover Express von Laplink übertragen Einstellungen und Daten. Kostenpflichtige Brüder kopieren auch Programminstallationen. Perfekte Resultate können Sie aber bei keinem Verfahren erwarten.

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Fotolia_41644960_XSMicrosoft liefert doch weiter Updates für seine Security Essentials. Reicht denn ein Virenscanner als Schutz nicht aus?

Fotolia_41644962_XSEin Virenscanner schließt keine Sicherheitslücken. Die Software merkt es tendenziell auch nicht, wenn eine konkrete Lücke ausgenutzt wird. Sie erkennt bekannte Schadsoftware und versucht verdächtige Vorgänge im PC zu registrieren.

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Windows XP: Zusätzlicher Registry-Eintrag ermöglicht Update bis 2019

Durch ein einfaches Umbenennen des Betriebssystems in Embedded POSReady 2009 erhält Windows XP wieder Updates, jedoch ist Vorsicht geboten.

Mit einem Registry-Trick ist es möglich, den seit Anfang April verfügten Support-Stopp von Windows XP zu überlisten. Durch eine Modifikation der Windows-Systemdatenbank gibt sich XP als Embedded POSReady 2009 aus und profitiert dadurch vom bis 2019 andauernden Support der für Automaten optimierten XP-Variante.

Um das Standard-XP als Embedded-Version auszugeben, ergänzt man die XP-Registry mit folgendem Eintrag:

Windows Registry Editior Version 5.00

[HKEY_LOCAL_MACHINE\WPA\PosReady]

“Installed”=dword:00000001

Hierfür kopiert man diesen Eintrag in einen Editor und speichert ihn mit der Endung .reg ab.

Beispiel „POSReady.reg“

Nach dem Speichern schließen und öffnen sie das Dokument was sie erstellt haben. Das System fragt sie nun ob sie die Registry zusätzlich einfügen möchten. Da dies unser Ziel ist beantworten sie die Frage mit Ja.

Anschließend lassen sich die Updates für das Automaten-XP auch unter der Standard-Variante installieren.

Vorsicht: Man muss in Betracht ziehen, dass womöglich nicht jede Aktualisierung so tadellos funktioniert. Daher ist es ratsam die im Betriebssystem integrierte Funktion Systemwiederherstellung zu aktivieren und gegebenfalls einen Wiederherstellungspunkt vor den jeweiligen Updates manuell mit dem Programm Systemwiederherstellung in Zubehör/Systemprogramm zu erstellen. Zudem ist zu bedenken, dass der Eingriff womöglich nicht im Einklang mit den Endbenutzer-Lizenzbestimmungen (EULA) steht.

Datei als Download

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Tipps zur weiter Nutzung von WinXP ohne Registry Änderung

  • Firefox oder Google Chrome statt Internet-Explorer – Der Internet Explorer wird nicht mehr mit Sicherheits Updates versorgt und ist von da an ein Sicherheitsrisiko.
  • Ein weit verbreitetes Plugin ist etwa der Adobe Flash-Player, der es den Nutzern erlaubt, Videos und animierte Inhalte anzuschauen. Da diese Plugins auf Code von Drittanbietern beruhen, ist es besonders wichtig, sie aktuell zu halten, um möglichen Angriffen von außen vorzubeugen.
  • Virenscanner aktuell halten - Generell sollten Sie sich überlegen, das Internet nur noch über ein eigenes „eingeschränktes Konto“ zu nutzen. Diese Einstellung finden Sie in dem Element „Benutzerkonten“, das sich über die Systemsteuerung erreichen lässt. Ist die Option „eingeschränkt“ für ein Konto gewählt, lassen sich nicht mehr ohne weiteres Änderungen an Systemdateien durchführen oder neue Software installieren. Dadurch macht der Nutzer zum Beispiel Viren das Leben deutlich schwerer. Die sicherste Lösung ist natürlich, den PC ganz vom Internet zu trennen. Ein Restrisiko bleibt dann zum Beispiel in Form von externen USB-Sticks. (microsoft security essentials wird mit dem Support-Ende nicht mehr unterstützt. Eine gute Option ist der kostenlose Avira Free Antivirus, der von der Stiftung Warentest im diesjährigen Test die Note „gut“ erhielt.

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Rechtliches für Minderjährige im Internet - Frage und Antwort

Fotolia_41644960_XSAb welchem Alter sind Kinder im Internet geschäftsfähig?

Fotolia_41644962_XSErst wer das siebte Lebensjahr vollendet hat, ist nach dem BGB im Internet wie im normalen Leben geschäftsfähig. Jüngere Kinder dürfen deshalb auf keinen Fall selbstständig Rechtsgeschäfte tätigen, also zum Beispiel Verträge schließen oder kündigen. Sie benötigen einen gesetzlichen Vertreter, in der Regel die Eltern

Zwischen dem 7. und dem vollendeten 18. Lebensjahr spricht man von einer „beschränkten Geschäftsfähigkeit“, die dazu führt, dass abgeschlossene Verträge „schwebend unwirksam“ sind. Sie gelten erst als rechtswirksam, wenn die Einwilligung des gesetzlichen Vertreters vorliegt.

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Fotolia_41644960_XSWas genau besagt der ominöse „Taschengeldparagraf“?

Fotolia_41644962_XSParagraf 110 BGB, meist „Taschengeldparagraf“ genannt, hebt die beschränkte Geschäftsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen für geringe Kaufbeträge auf. Durch diese Regelung sollen kleine Geldausgaben, etwa der Kauf einer DVD oder Musik-Downloads, ohne Formalitäten und die Zustimmung der Eltern ermöglicht werden. Kauft ein Minderjähriger aber etwas anderes vom Taschengeld, als es mit den Eltern abgemacht war, gilt der Paragraf auch für Kleinbeträge nicht. Taschengeld darf auch angespart werden, so dass es für Online-Käufe theoretisch keine Obergrenze für vom Taschengeldparagrafen abgedeckte Geldbeträge gibt.

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Fotolia_41644960_XS2815241704_a01dfc42e4Mein Kind hat meine eBay-Zugangsdaten stibitzt und mit meinem Konto Dinge ersteigert. Muss ich die Einkäufe bezahlen?

Fotolia_41644962_XSJa. Dies hat zumindest das Amtsgericht Frankfurt/Main in einem Urteil aus dem Jahr 2010 eindeutig bestätigt und einen eBay-Kontoinhaber zur Zahlung von 400 Euro für ein Mobiltelefon verurteilt, das der 16-jährige Sohn ohne Einwilligung des Vaters unter dessen Account ersteigert hatte. Dem Gericht zufolge haftet der Inhaber eines Kontos bei eBay grundsätzlich für dessen Benutzung durch Unberechtigte. Dies gelte auch bei minderjährigen Familienangehörigen.

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Fotolia_41644960_XSfacebook_logo_01Facebook ist nach seinen eigenen Nutzungsbedingungen erst ab 13, Whatsapp sogar erst ab 16. Unser 11-jähriger Sohn nutzt die Dienste trotzdem. Was kann ihm und uns drohen?

Fotolia_41644962_XSDer Streit darüber, welches Alter das richtige ist, um einen eigenen Account bei Facebook & Co. anzulegen, dürfte in vielen Familien mit Inbrunst geführt werden. Wer sich bei Facebook oder Whatsapp in jüngerem Alter anmeldet, verstößt dabei gegen die Vertragsbedingungen des Anbieters – aber auch nicht mehr. Ihm droht daher in der Praxis allenfalls eine Sperrung des Kontos bei dem jeweiligen Anbieter. Selbst dies ist allerdings nicht wirklich wahrscheinlich.

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Fotolia_41644960_XSÜber unser Kind finden sich immer wieder falsche Aussagen oder Beleidigungen im Internet. Können wir juristisch dagegen vorgehen?

Fotolia_41644962_XSZu einer perfiden Freizeitbeschäftigung unter Jugendlichen hat sich das gezielte Mobbing von Klassenkameraden oder Lehrern auch auf sozialen Netzwerken entwickelt. Dabei verletzen die Kids nicht selten eine ganze Reihe von gesetzlichen Regelungen. Besonders häufig geschehen Verstöße gegen Vorschriften zum mobbingSchutz der Persönlichkeitsrechte, also etwa Beleidigung, üble Nachrede oder Verleumdung.

Eine Beleidigung im Sinne des Paragrafen 185 StGB etwa liegt vor, wenn durch eine Äußerung oder auch durch ein Bild vorsätzlich die Ehre einer Person durch die Kundgabe von Nicht-, Gering- oder Missachtung angegriffen wird. Dies ist durch ein herabsetzendes Werturteil gegenüber dem Betroffenen ebenso möglich wie durch eine ehrenrührige Tatsachenbehauptung. Im Gegensatz dazu erfassen die Tatbestände der üblen Nachrede und der Verleumdung (Paragraf 187 StGB) die öffentliche Äußerung von ehrenrührigen Tatsachen über eine Person gegenüber Dritten. Diese Äußerungsdelikte können sowohl mit einer Strafanzeige als auch zivilrechtlich mit einer Abmahnung verfolgt werden.

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